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Herzliche Einladung zu Lesung und Gespräch über das 2020 erschienene Buch „Schattenspiel. Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi“.

Die Autorin, Dr. Marie Anne Subklew, ist im Gespräch mit Jens Planer-Friedrich, Leiter der Bürgerberatung und Beratung öffentlicher Stellen beim Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB).

Pfarrer Eckart Giebeler arbeitete von 1949 bis 1992 als evangelischer Gefängnisseelsorger in bis zu zehn Haftanstalten der DDR und verpflichtete sich 1959 per Handschlag zur Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Als IM „Roland“ schrieb er Berichte über Inhaftierte, besprach Tonbänder mit Informationen über Pfarrkonvente und Pfarrer-Kollegen und übergab dem MfS Dokumente, die „nur zum innerkirchlichen Dienstgebrauch“ bestimmt waren. 1992 veröffentlichte Giebeler seine Autobiografie unter dem Titel „Hinter verschlossenen Türen. Vierzig Jahre als Gefängnisseelsorger in der DDR“, in der er u. a. beschreibt, wie er den Anwerbungen des MfS als Christ und Pfarrer widerstanden habe. Die Geschichte von Eckart Giebeler ist in ihren individuellen Dimensionen die Geschichte einer persönlichen Tragik. Aber sie ist auch eine Geschichte von Schuld und Verrat, ungeklärtem kirchlichen Leitungsverhalten und letztlich eine Geschichte der Suche nach Zugehörigkeit, die Eckart Giebeler auf seine Weise beantwortet hat.

Das Buch kann im Buchhandel oder direkt im Verlag bestellt werden. ISBN: 978-3-86331-498-9; Metropol-Verlag, 24,00 Euro.

Die Veranstaltung findet in der Kapelle unter Einhaltung der aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln statt. Veranstalter: Die Evangelische Versöhnungsgemeinde und der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur.

 

Foto: Fahrzeugschleuse zum Zuchthaus Brandenburg-Görden um 1961. Quelle: Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden