Gemeindehaus Martin Luther

Die Geschichte

Bis zum Bau der Berliner Mauer – am 13. August 1961- bildete das Lutherhaus in der Pankower Pradelstraße 11 das Zentrum der evangelischen Kirchengemeinde Martin-Luther rund um den S-Bahnhof Wollankstraße; s. Lutherhaus Pankow. Der Mauerbau teilte und trennte die Gemeinde, befand sich doch das Lutherhaus im Ostteil der Stadt Berlin.

Das Konsistorium verfügte angesichts der durch den Mauerbau entstandenen Situation, „die Gemeindeglieder im Westteil zunächst von der Stephanus-Kirchengemeinde geistlich betreuen zu lassen.“

Gründung am 14. Juni 1962

So beschloss ein Vorläufer des heutigen Gemeindekirchenrats, „auf dem Grundstück in der Wollankstraße 84-94 ein Gemeindezentrum .. mit einer Kapelle … zu errichten“, das der auf Westberliner Gebiet liegenden Teilgemeinde zur Verfügung stehen sollte. Für den Bau des Gemeindezentrums wurde der Berliner Architekt Wolfgang Pingel gewonnen. Er war ein erfahrener Architekt, der u. a. auch die Pläne für den Bau des Fürbitt-Gemeindezentrums in Berlin-Britz (Andreasberger Straße 13), des Gemeindezentrums Ananias in Berlin-Neukölln (Wilhelm-Busch-Straße 12-15) und des Gemeindestützpunktes, das Ivar-Rhedin-Haus, der Kirchengemeinde Berlin-Marienfelde (Baußnerweg) erstellte.

Die schwedischen Gräfin Lili Hamilton

Eine großzügige Spende der schwedischen Gräfin Lili Hamilton ermöglichte die rasche Fertigstellung des Gemeindezentrums Martin-Luther Pankow-West. Die Stiftung dieser Gräfin, die 1962 (vor der Einweihung des Gemeindezentrums) an den Folgen eines Verkehrsunfalls verstarb, unterstützt die Kirchengemeinde nach wie vor jährlich mit einer Spende. Am 10. November 1962 fand die Einweihung des Gemeindezentrums (Holzkirche und Gemeinderäume mit Wohnungen) durch Bischof Otto Dibelius (1880-1967) statt. Im Jahre 1974 wurde ein zusätzliches Gemeindehaus errichtet.

Umgestaltung im Jahr 2004

Die Holzkirche mit Glockenturm und wesentliche Teile des Gemeindezentrums wurden jedoch aus Ersparnis- und anderen Gründen sowie der geplanten Zusammenlegung der drei Kirchengemeinden An der Panke im Mai 2004 abgerissen. Die 42 Jahre alte Orgel – ein zweimanualiges Instrument der Firma Walcker (Ludwigsburg) – konnte für einen Euro an die Kirchengemeinde in Diedersdorf (Evangelischer Kirchenkreis Oderbruch) ,verkauft‘ werden.

In dem damaligen Glockenturm, der aus Betonscheibenerrichtet worden war, hingen zwei Glocken, Sie wurden am 1. Dezember 1963 eingeweiht. Diese Glocken befinden sich seit 2004 in einem separat hierfür errichteten Glockenstuhl. Er steht zwischen dem Gemeindehaus und der Wollankstraße).

Die nächsten Gottesdienste und Veranstaltungen

Gottesdienst

24. Januar, 10:00 - 11:00

Dritter Sonntag nach Epiphanias, Pfarrerin Krötke

Bratapfelessen – Mitten im Leben

25. Januar, 12:30 - 16:00

Muss leider ausfallen!  Wenn wegen Lockdown [...]

Orgel satt

27. Januar, 19:00 - 20:00

Orgel satt - mal anders Während [...]

Gottesdienst

31. Januar, 10:00 - 11:00

Letzter Sonntag nach Epiphanias Pfarrer Hoffmann, [...]

Übersicht der regelmäßigen Angebote

Die Ausstattung

Von der Gesamtanlage des ehemaligen Gemeindezentrums blieb lediglich das im Jahre 1974 erbaute Gemeindehaus von dem Abriss verschont. Im Erdgeschoß dieses Gebäudes befindet sich ein Saal, in dem Gottesdienste gefeiert werden und andere Veranstaltungen stattfinden. Der Altar wird von zwei Leuchtern und einem Kruzifix geschmückt. Diese stammen aus der ehemaligen, abgerissenen Holzkirche. Das Kruzifix ist eine Leihgabe von Hans Zimmermann, der der Gemeinde Martin-Luther Pankow-West von 1975-1999 als Pfarrer diente. Er hatte dieses Kruzifix während einer Reise auf einem Markt in der chilenischen Stadt Concepción erworben. Rechts neben dem Altar steht die quadratische Taufe.

Der Gemeindegesang wird von einem Flügel begleitet, der links neben dem Altar aufgestellt ist. Die Gemeinde Martin-Luther Pankow-West fusionierte im Jahre 2007 mit den Gemeinden St. Paul und Stephanus zur Kirchengemeinde „An der Panke“.

Nach wie vor gilt das, was Wolf-Dietrich Thümer, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates in der unten genannten Festschrift formulierte: „Gott segne die nächsten Jahre für die Gemeinde. Er segne ihre Pläne und lasse gelingen, was gut ist für sie und auch für andere. Er segne die guten Vorsätze und helfe, sie in die Tat umzusetzen. Er schenke ihr Menschen, die ihr zur Seite stehen, wenn die Tage schwer werden, und Menschen, die sich mit der Gemeinde freuen, wenn sie glückliche Tage erlebt.“

Vgl, zum Ganzen: Festschrift anlässlich des Kirchweihfestes der Martin-Luther Kirche Pankow-West am 10. November 2002, herausgegeben vom Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinden Martin-Luther Pankow-West und St. Paul, Berlin 2002.
Text entnommen aus: „Die Kirchen im Evangelischen Kirchenkreis Berlin Nord-Ost“ von Dr. theol. Hans-Joachim Beeskow, Heimat-Verlag Lübben 2010. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Heimat-Verlag Lübben